Montag, 14. September 2026

Fremde Federn angesteckt bekommen

Ich habe immer wieder zu hören bekommen, warum ich nicht "einfach" selber Mangas oder Comics zeichne. 

Wenn dies immer von Menschen ausgesprochen wird, die keine Ahnung haben, was für eine Professionalität dahinter steckt, ist dies zu entschuldigen.

Aber ständig erklären zu müssen, dass ich Autorin, aber nicht Zeichnerin der mit meinem Namen veröffentlichten Werke bin, das nervt und nagt besonders, wenn ich dies immer wieder im Internet lesen muss.

Ich bin froh, wenn ich überhaupt was Zeichnerisches zustande bringe. Dies kostet mich enorm viel psychische Kraft. 

Das trifft aber auf alles zu, was ich mache! 😑

Nichts fällt mir leicht und mit zunehmendem Alter immer schwerer. Wenn ich endlich ausreichend genug Energie und Konzentration aufbringen kann, um was zu schreiben, zu malen, zeichnen oder zu basteln, muss ich mich anschließend immer häufiger länger davon erholen. 

Mitunter kann es Monate dauern, bis ich ausreichend genug auf die Beine gekommen bin um in meinem regulären Alltag zurecht zu komme.

Dieser Alltag wird unetwegt davon bestimmt, dass ich mich durch alles mögliche ablenken lasse. Daher bleiben mit zunehmenden Alter immer mehr angefangene Aufgaben im Haushalt unerledigt liegen. 

Hinzu kommt noch, dass ich ständig vergesse, was mir gesagt wurde. 

Früher geschah das immer dann, wenn mir jemand in dem Moment etwas mitteilte, wenn ich gerade zu sehr geistig mit etwas beschäftigt war oder an etwas konzentriert gearbeitet hatte.

Zur Zeit vergess ich, was ich bereits gesagt hatte, oder mir mitgeteilt oder erklärt worden war,  auch wenn ich entspannt und konzentriert zugehört hatte und ich ruhig und sachlich beim Erzählen geblieben war.  

Ich hatte schon immer Schwierigkeiten trotz erhöhter Bemühungen meinerseits eine Aufgabe schnell und fehlerfrei zu erledigen. Kommen dann noch fordernde Menschen, im Hintergrund ständig laufende Medien oder andere laute Störgeräusche hinzu, dann erleiden ich ziemlich schnell einen Kurzschluss, bei dem gar nichts mehr geht.

Das alles kann für mich sehr frustrierend sein. 😥

Ich freue mich daher um so mehr über die Erfolge anderer! 😊  


Sonntag, 9. August 2026

Worked on...


Ich hatte für die untere Zeichnung mit Buntstiften ein selbst fotografiertes Bild  einer jungen, sehr kleinen Kröte als Vorlage verwendet.

 

Ich hoffte sehr, dass ich diese Zeichnung nicht verschlimmbessere...

Unten ist das nun fertig korrigierte Bild des Folgetages zu sehen.


 

Montag, 27. Juli 2026

Big Brother is watching me

Mehr denn je ist für mich privat keine Privatangelegenheit mehr. Ich hatte in meiner Kindheit gelernt, sage nur das, was wir von Dir hören wollen und dass eine andere  Meinung zu haben in erster Linie ein Störfaktor ist. 

Da ich viel zu oft das sagte, was mir indoktriniert wurde, hatte das zur Folge, dass ziemlich schnell klar wurde, dass ich das, von dem ich gemeint hatte sagen zu müssen, nicht umsetzen konnte.

Ich bekam daher ständig zu hören, wie sehr ich enttäuscht hatte. Es liegt nicht an dem, was schon zu meiner Schulzeit selbstverständlich eingefordert wurde und auch problemlos einzuhalten war, sondern an Anforderungen, denen ich schon als Teenager nicht gerecht wurde und mit zunehmender Alter immer schwerer gerecht werden kann.

In heutigen Zeiten, in denen sich die Situation für die Mehrheit weiter verschärft, ist es vollkommen naiv zu glauben, dass Probleme lediglich mit mehr Druck von oben gelöst werden können. 

Zu meiner Ausstellung in meiner Wohnung habe ich neben den bereits in Gelsenkirchen ausgestellten Bildern drei weitere neuerstellte Bilder aus Keilrahmen der Sammlung hinzugefügt. 

Mit den aktuellsten Werken hatte ich was Neues ausprobiert. 

Beim ersten Bild sind Leinwände zu sehen, die ich von hinten zu einer Collage miteinander verschraubt hatte

Beim zweiten Exponat hatte ich mit rückwärtig angebrachten Leisten die Leinwände unterschiedlich erhöht und diese dann mit  Winkel miteinander verschraubt.

Auf dem untersten Bild ist eine Collage aus übereinander montierten Keilrahmen zu sehen. Für das Übereinanderverschrauben hatte ich passgenau Rahmen aus Leisten in die drei unteren Keilrahmen hineingebaut.

Das obere und unterste Werk ist mit Buntsfiften gezeichnet worden. Bei dem Werk in der Mitte hatte ich das Motiv mit Accrylfarbe gemalt. 




Donnerstag, 21. Mai 2026

Reichlich zu tun

Ich merke immer wieder, wie schwer es für mich ist, ein eigentlich dringend erforderliches, intensiviertes sozial ausgerichtes Leben zu führen.

Zur Zeit flüchte ich mich wieder in selbst auferlegte Aufgaben, bin aber, was die Arbeit an meinen Leinwandbildern betrifft, auch ein gutes Stück weiter gekommen.

Ich frage mich ständig, ob das, was ich zu leisten vermag, von anderen häufig nur dann positiv wahrgenommen wird, wenn es nicht mit mir in Zusammenhang gebracht wird. Es war schon vorgekommen, dass Menschen, die mich vor der Fertigstellung einer kreativen Arbeit kannten, von meinen Werken positiv überrascht wurden. Wurde mir vielleicht nicht viel Gutes zugetraut?

Früher war es so gewesen, wenn sich im Rahmen einer gemeinsamen kreativen Arbeit ein persönlicher Kontakt erst später ergeben hatte, dass sich nach dem ersten Treffen die Qualität der Zusammenarbeit verschlechterte. 

Ist das eventuell ein Hinweis, dass ich in meinem Auftreten und in meinem Erscheinungsbild die schlechteste Werbung für mich selber bin? Oder bilde ich mir das nur ein? 

Derart verunsichert bin ich um so zwanghafter davon besessen alles besonders gut und keine Fehler zu machen.

Unten sind zwei Skizzen meiner Arbeiten zu sehen, von der ich eine bereits auf Leinwände übertragen hatte und die andere übertragen werde.

Selbst für mich ist es nicht einfach beim ersten Bild ohne Schattierungen den Durchblick zu behalten. 😂

Knifflige Aufgaben, wie diese, bereiten mir eine große Freude und ich bin sehr gespannt, wie gut ich die übertragene Skizze auf Leinwände ausarbeite. 😁 


Das obere Kästchen wirkt in dieser Skizze noch ein wenig einfach, was mir eine gute Möglichkeit bot, mich so intensiv wie möglich zeichnerisch und handwerklich auszutoben. ☺️

Unten habe ich mich für eine zu übertragene Vorlage selbst fotografiert. ☺️

Die Bilder, die ebenfalls als Illustrationen dienen werden, sind wesentlich düsterer als die vorherigen, die im Dachstubensalon zu sehen gewesen waren.

Ich werde alle Bilder ab den 29.06.2026 bei mir in meiner Wohnung in Marl ausstellen.  

Die Menschen, die am 29.06 zu meinem Geburtstag kommen, habe somit die Gelegenheit die Bilder an der Wand in Originalgröße zu sehen.☺️


Freitag, 1. Mai 2026

Unzufriedenheit

Ich merke, wie schwer ich aus der Unzufriedenheitsfalle komme. Das Abfassen von Dankbarkeits-, Ich-bin-Stolz--auf-mich- und Ich-freue-mich-über-Sätzen hatte ich schon mal jahrelang gemacht, bis die Wirkung spürbar nachließ. Ich habe damit schon vor zwei Monaten wieder damit begonnen. Bin gespannt, ob mir das helfen wird.

Ich hatte in den letzten Tagen wieder mit dem Mandala-zeichnen  angefangen.

Mit den Ergebnissen bin ich nicht immer zufrieden. Ich brauche also noch eine Weile bis ich den Gedanke: "Nur zur Entspannung" wieder verinnerlicht habe.  

 

 



Montag, 2. Februar 2026

Mit Verbissenheit Schreiben

Ich bin wieder in einer Phase, in der ich mich selbst so unter Druck setze, dass ich beim Schreiben gar nicht vorankomme.

Sehr gefreut hatte mich, dass ein Volkshochschulkurs stattfinden konnte, in dem  Techniken vorgestellt und von den Teilnehmern ausprobiert wurden, mit denen  Schreibblockaden gelöst werden können.  

Die Techniken wurden hervorragend vermittelt! 

Ich merkte aber, wie sehr ich davon besessen bin, zur Zufriedenheit aller so zu schreiben, dass ich keinerlei Angriffsfläche biete.

Die Angst angreifbar zu werden belastet mich so sehr, dass ich mir selbst nicht erlaube Fehler machen zu dürfen.

Ich habe das Gefühl sowohl beim Schreiben, als auch beim Malen und Zeichnen ganz von vorne anfangen zu müssen...

 

Unteres Foto zeigt eine Zeichnung, die ich zum Ausprobieren mit meinem neuerworbenen Industrie Zirkel gezeichnet hatte.